Die Callas Foundation in Kapstadt: Hoffnung, Schutz und gesellschaftlicher Wandel
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Mitten auf den Cape Flats in Cape Town arbeitet die Callas Foundation daran, Menschen in schwierigen Lebenssituationen neue Perspektiven zu eröffnen. Die Organisation setzt sich insbesondere gegen geschlechtsspezifische Gewalt (Gender-Based Violence, GBV) ein und verbindet soziale Unterstützung mit Bildungsarbeit, Rechtsberatung und Gemeinschaftsprojekten.
Eine Organisation mit Wurzeln in der Gemeinschaft
Die Stiftung wurde 2018 offiziell gegründet, engagiert sich jedoch bereits seit mehreren Jahrzehnten gemeinsam mit lokalen Initiativen, Behörden und sozialen Organisationen in den Gemeinden rund um Athlone und Bridgetown. Ziel ist es, sichere Räume zu schaffen und Menschen zu stärken, die von Gewalt, Armut oder sozialer Ausgrenzung betroffen sind.
Besonders bemerkenswert ist der ganzheitliche Ansatz der Organisation: Die Callas Foundation betrachtet Gewalt nicht isoliert, sondern als Teil größerer gesellschaftlicher Probleme wie Armut, Perspektivlosigkeit und struktureller Ungleichheit. Deshalb kombiniert sie psychosoziale Unterstützung mit Bildungs- und Ernährungsprogrammen.
Unterstützung für Betroffene von Gewalt
Ein Schwerpunkt der Arbeit liegt auf der Begleitung von Überlebenden geschlechtsspezifischer Gewalt. Die Stiftung bietet unter anderem:
psychosoziale Betreuung,
Beratungsangebote,
Begleitung bei Gerichtsverfahren,
Vermittlung juristischer Hilfe,
Unterstützungsgruppen und
Aufklärungsarbeit über Rechte und Schutzmöglichkeiten.
Gerade der Zugang zum Rechtssystem ist für viele Betroffene eine große Hürde. Die Callas Foundation unterstützt Menschen dabei, Gerichtsprozesse zu verstehen und begleitet sie emotional während dieser belastenden Erfahrungen.
Gemeinschaftsküche gegen Hunger und Unsicherheit
Ein weiteres wichtiges Projekt ist die Community Kitchen der Stiftung. In vielen Teilen der Cape Flats kämpfen Familien mit hoher Arbeitslosigkeit und Ernährungsunsicherheit. Die Gemeinschaftsküche versorgt laut Stiftung mehrere hundert Familien pro Woche mit warmen Mahlzeiten und schafft gleichzeitig einen geschützten sozialen Treffpunkt.
Die Organisation betont dabei den Zusammenhang zwischen Armut und Gewalt: Wer wirtschaftlich abhängig oder sozial isoliert ist, gerät häufiger in gefährliche Situationen. Ernährungssicherheit wird daher als Teil von Schutz und Selbstbestimmung verstanden.
Präventionsarbeit mit Jugendlichen und Männern
Neben akuter Hilfe setzt die Stiftung stark auf Prävention. Programme wie das „BBB Programme“ (Building, Bonding, Beyond) richten sich an Jungen und junge Männer und fördern gewaltfreie Konfliktlösung, Respekt und soziale Verantwortung. Auch Menschenrechtsclubs an Schulen und Männergruppen gehören zum Angebot.
Diese Arbeit ist besonders wichtig, weil sie versucht, Gewalt nicht nur zu bekämpfen, sondern ihre Ursachen langfristig zu verändern.

Die Gründerin Caroline Peters
Geprägt wird die Stiftung maßgeblich von ihrer Gründerin Caroline Peters. Sie gilt in Südafrika als langjährige Aktivistin gegen geschlechtsspezifische Gewalt und engagiert sich seit den 1990er-Jahren für die Rechte von Frauen und Überlebenden sexueller Gewalt. Laut der Stiftung war sie unter anderem an Diskussionen rund um den Domestic Violence Act und den Sexual Offences Bill beteiligt.
Peters verbindet Aktivismus mit praktischer Gemeindearbeit – ein Ansatz, der der Organisation auf lokaler Ebene viel Vertrauen eingebracht hat.

Warum die Arbeit der Stiftung wichtig ist
Südafrika gehört weiterhin zu den Ländern mit besonders hohen Zahlen geschlechtsspezifischer Gewalt. Organisationen wie die Callas Foundation übernehmen deshalb Aufgaben, die oft weit über klassische Sozialarbeit hinausgehen: Sie schaffen Schutzräume, stärken Gemeinschaften und geben Betroffenen eine Stimme.
Dabei zeigt die Stiftung, dass soziale Veränderung häufig direkt in den Gemeinden beginnt – durch Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und langfristig vor Ort präsent zu sein.

Weitere Informationen zur Organisation gibt es auf der offiziellen Website der Callas Foundation.



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